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Leistungen |
Was und wer veranlasst eine Psychotherapie?
Grundsätzlich haben wir
im öffentlichen Gesundheitswesen eine Reihe objektiver Kriterien zur
Beurteilung psychischer Erkrankungen (Gutachterbestimmungen der
Krankenkassen, diagnostischen Leitsymptome), jedoch im praktischen Alltag
entscheidet tatsächlich allein der subjektiv empfundene Leidensdruck,
ob ein Psychotherapeut aufgesucht werden soll oder nicht. Der Leidensdruck
besteht sowohl aus psychischen als auch aus körperlichen Symptomen. Das
Zusammenspiel zwischen Körper (soma) und Psyche ist mit „zwei Seiten einer
Medaille zu vergleichen und daher auch praktisch/medizinisch untrennbar.
Damit wird klar, dass jede körperliche Erkrankung von psychischen
Beschwerden begleitet wird und jede psychische Diagnose auch durch
körperliche Symptome gekennzeichnet ist.
Die am häufigsten auftretende
Symptome in psychotherapeutischen Praxen sind:
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1) |
Ängste
(vor öffentlichen Verkehrsmitteln, spezifischen Orten, Objekten oder
Tieren, andauernd lästige Sorgen, diffuse Ängste und Panikattacken
sowie Ängste in sozialen Situationen, zu erröten oder von anderen
entwertet werden. Das Leitmerkmal aller Ängste ist die Vermeidung der
Angstsituationen und damit eine mögliche Einschränkung des
Alltagslebens. |
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2) |
Depressionen
(Selbstentwertungsgedanken, andauerndes Gefühl der
Niedergeschlagenheit und Körpersymptome wie die Antriebslosigkeit und
Schlafunregelmäßigkeiten). |
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3) |
Zwänge
(unkontrolliert und sich aufdrängende Gedanken und/oder
Verhaltensrituale, begleitet von andauernden Angstgefühlen).
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4) |
Essstörungen
(Brechverhalten, Bulimie, Magersucht und Übergewicht).
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5) |
Psychosomatische
und somatoforme Beschwerden (körperliche
Beschwerden ohne oder nur teilweise erkennbar organische Ursache wie
Reizdarm, oder psychogene Urinationsstörung, chronische Schmerzen -
lang andauernd meist jahrelange Schmerzen, die u. a. nach Unfällen
oder körperlichen Erkrankungen auftauchen können wie Migräne).
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6) |
Posttraumatische
Belastungsstörungen (erheblicher psychischer
Leidensdruck nach prägenden/belastenden Lebensereignissen wie
Überfälle, Gewaltanwendung, Vergewaltigungen, Unfälle, sexueller
Missbrauch). |
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7) |
Sexuelle
Störungen (Verlust sexuellen Interesses,
vorzeitiger Samenerguss oder abweichende Formen der Sexualität wie
Pädophilie). |
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8) |
Exzessives
Verhalten und Störungen der Impulskontrolle
(Glücksspielsucht oder Sexsucht. Wichtiger Hinweis: Akute
Alkohol- und Drogensucht zählen nicht dazu und gehören nicht zu einer
ambulanten psychotherapeutischen Behandlung). |
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9) |
Beziehungs- und
Persönlichkeitsstörungen (von klein auf in
der Persönlichkeit tief verwurzelte Verhaltensweisen, die überwiegend
in zwischenmenschlichen Beziehungen zu massivem Leidensdruck oder zu
Konflikten mit dem Gesetz bzw. mit der Gesellschaft führen). |
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